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Kitschler Coaching Blog

von DID62401 06 Nov, 2017
Kennen Sie das? Sie haben ein Bild vor Augen. Etwas, dass Sie sich wünschen und am liebsten sofort erreichen möchten. Es funkelt in den Augen, wenn Sie daran denken. Ein so toller Zustand, wenn wir nur schon so weit wären. Wir wären glücklich und manche Sorge hätte sich erledigt. Doch wenn wir dann darüber nachdenken, wie groß der Schritt dort hin ist, relativiert sich unser Enthusiasmus relativ schnell. Es fühlt sich dann an, als sollten wir aus dem Stand auf einen Doppeldecker-Bus springen. Unmöglich. Die Gedanken an das wo wir sind und das wo wir hin wollen rauben uns die Energie und wir resignieren. Und doch wäre es so toll und erfüllend, könnten wir das erreichen. Wie also kann das gelingen?

Schlaue Vergleiche gibt es genug. Vom Haus, das Ziegel für Ziegel aufgebaut wird. Vom Kind, das Schritt für Schritt gehen lernt. Von der ersten Fahrstunde bis heute, wo wir schon unterbewusst Fahrzeuge durch den Verkehr steuern. Doch genau darin liegt ganz viel Wahrheit. An die Fahrschule haben wohl fast alle noch gute Erinnerungen. Die erste Fahrstunde und die Nervosität mit der wir zum ersten mal hinter dem Steuer saßen. Von den ersten Bewegungen. Bremse treten, Kupplung durchtreten, Handbremse lösen, Gang einlegen, Blinker setzen, Innenspiegel, Außenspiegel, Schulterblick, Lenken, Gas geben, Bremse lösen und Kupplung kommen lassen. Und wie bei mir, ist bestimmt bei sehr vielen sofort der Motor abgestorben. Also wieder alles von vorne. Jeder einzelne Schritt ist anstrengend, braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Die Kombination mehrerer Schritte gleichzeitig erscheint noch vollkommen utopisch. Dann plötzlich rollt der Wagen ganz langsam los und wir fahren zum ersten mal. Jetzt sind wir damit beschäftigt, die Lenkeigenschaften des Fahrzeugs kennen zu lernen. Ganz viel Adrenalin schießt durch den Körper und wir sind kaum mehr in der Lage wahrzunehmen, was um uns herum passiert. So sehr sind wir darauf fokussiert, das Fahrzeug zu lenken und Gas und Bremse zu dosieren. Wir spüren noch nicht mal unseren Puls, der im Hochfrequenzbereich agiert. Erst wenn wir nach der ersten Fahrstunde aus dem Wagen steigen wird uns bewusst, wie groß die geistige und körperliche Anstrengung war. Wenn wir einen guten Fahrlehrer hatten, ist es ihm gelungen uns zu bestätigen und uns spüren zu lassen, dass die ersten Schritte wichtig sind, um die Komplexität zu erfassen. Wenn er richtig gut war, hat er uns motiviert, jetzt jeden Schritt einzeln und bewusst zu machen. So konnten wir uns dann an die Komplexität gewöhnen und sie ganz langsam in Automatismen zu verwandeln.

Und genau so ist es beim erreichen von Ergebnissen, die uns groß, komplex und nicht machbar erscheinen. Alles beginnt mit der Strukturierung. Wie im Beispiel, brauchen wir erst Kenntnis, was es alles braucht. Ich verwende für mich gerne Mind Mapping. Betrachten wir die ganze Karte, erscheint es komplex und sehr umfangreich. Betrachten wir einen einzelnen Strang, erkennen wir die einzelnen Unterpunkte, die den Strang zusammensetzen. Betrachten wir einen Unterpunkt, erkennen wir die einzelnen Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Wenn es uns gelingt, die einzelnen Aufgaben in kleine, überschau- und machbare Tätigkeiten zu zerlegen, erkennen wir die Details und Machbarkeit. Jeder kleine Aufgabe die wir erledigen, bringt uns dem übergeordneten Teil näher. Wenn wir die Teile erledigt haben, vervollkommnen wir den Strang. Erledigen wir so einen Strang nach dem anderen kommen wir dem Ergebnis immer näher. Wichtig ist, es so zu gestalten, dass wir den Fortschritt sichtbar machen. Erst dann gibt es uns die nötige Transparenz. Die Transparenz wird uns Motivation verschaffen, aus den Details immer mehr zum großen, ganzen zu kommen. Dabei ist es nicht immer wichtig eine Aufgabe nach der der anderen innerhalb eines Strangs zu erledigen. Wir können auch zwischen den Strängen springen, wenn das unserer Arbeitsweise eher entspricht. Nicht das Werkzeug bestimmt unsere Arbeitsweise, wir setzen das Werkzeug so ein, dass es uns optimal unterstützt. Erkennen wir Einzelheiten, die noch nicht in unserer Struktur enthalten sind, ergänzen wir diese einfach im gleichen Detailgrad. So gelangen wir Schritt für Schritt immer näher an das, was wir uns wünschen.

Ich beobachte mich während dieser Arbeit, in regelmäßigen Abständen. Wie steht es um meine Konstanz, Wie zielgerichtet arbeite ich, bekomme ich einzelne kleine Aufgaben erledigt? Das alles ist gut, um sich zur rechten zeit zu pushen, oder auch vom Gas zu gehen. Ich versuche achtsam und bewusst zu sein mit dem Prozess. So merke ich schnell, ob ich unter- oder überfordert bin. Ob mich die geschaffene Struktur unterstützt, oder ausbremst. Mit diesen Beobachtungen kann ich mich unterstützen und den Prozess optimieren. Wichtig ist die Motivation. Starten wir mit den Worten „Also versuche ich es eben mal“, ist zweifelhaft, ob wir nach den ersten Hürden und Rückschlägen wirklich weiter machen. Oder entscheiden wir uns für den Weg und gehen entschlossen voran, mit dem Vorsatz es zu schaffen. Es macht einen großen Unterschied, ob wir uns ganz darauf einlassen und uns auch von Unebenheiten nicht abbringen lassen, oder ob wir einen Versuch starten. Ein Versuch wird immer ein Versuch bleiben, ein Vorsatz wird Wirklichkeit, wenn wir die Überzeugung haben, den Weg zu gehen. Beobachtung ist wichtig für das Bewusstsein, dass wir es schaffen können. Sind die unterteilten Aufgabenpakete zu groß, dann werden sie uns vielleicht überfordern. Passiert das, unterteilen wir diese in einzelne Tätigkeiten. Und schon haben wir wieder eine Struktur geschaffen, die es uns einfacher macht. Mit jeder kleinen, erledigten Tätigkeit, vervollkommnen sich die Aufgaben. Mit zunehmender Zahl erledigter Aufgaben, vervollkommnen wir die Stränge. Mit jedem erledigten Strang kommen wir dem Gesamtergebnis näher, bis wir es schließlich erreicht haben.

Das was ich hier beschrieben habe, ist teil dessen, was ich meinen Klientinnen und Klienten während meiner Sitzungen mitgebe. Wo am Anfang noch wenig Motivation und Glaube ist, wächst mit jedem Schritt das Bewusstsein, auf dem Weg zu sein. Auf dem Weg zu sein heißt, in Bewegung zu sein. In Bewegung zu sein bringt uns den gewünschten Ergebnissen näher.

Gerne begleite ich auch Sie auf Ihrer Reise…..
von DID62401 09 Okt, 2017

Das ist eine recht einfache Formel, die im Alltag ziemlich automatisiert abläuft. Und doch haben wir bei entsprechender Selbstbeobachtung viele Chancen, auf diese Automatismen Einfluss zu nehmen. Sind wir also in der Lage, uns anzuschauen, was sich in unserer Gedankenwelt abspielt, können wir auch bewusst Änderungen vornehmen. Unsere Wahrnehmung ist stark geprägt von Erlebnissen, Erziehung und Sozialisierung. Sie ist, wie so vieles, ein Gewohnheitstier. Wenn wir uns den Verlauf ansehen, gibt es Möglichkeiten, etwas zu verändern. Um etwas an unserer Wahrnehmung zu verändern, brauchen wir neue Erfahrungen. Alles was wir gegen unsre Gewohnheit anders machen, verschafft uns neue Blickwinkel. Das kann sehr inspirierend sein, seine Wahrnehmungsorgane wieder zu öffnen und zu sensibilisieren. Alles was wir wahrnehmen und so aussprechen, wie wir es wahrgenommen haben, ist gesagt und kann nicht mehr revidiert werden. Dazu gibt es eine treffende Geschichte: Ein Lehrer forderte seine Schüler auf, für jede verletzende Äußerung, einen Nagel mit einem Hammer in eine Holzlatte zu schlagen. Immer wenn sich jemand für seine Äußerungen entschuldigt hat, konnte er den Nagel mit einer Zange wieder aus dem Holz ziehen. „Dann ist ja alles wieder gut“, sagten seine Schüler. Nein, sagte der Lehrer. Seht euch das Holz an, überall bleiben Spuren im Holz zurück, die sich nicht mehr reparieren lassen. Und genau so ist es.

 

„Alles was gesagt ist, hinterlässt Spuren“

 

Setzen wir also an dem Punkt an, an dem wir etwas wahrnehmen, noch bevor wir Worte daraus formen. Hier entscheiden wir selbst, was wir mit unserer Wahrnehmung anfangen. Sehen wir unsere Wahrnehmung als einzige Wahrheit an, oder hinterfragen wir das Erlebte. So wie „Ace of spades“ von Motörhead dem einen gefällt, dem anderen aber nicht, ist es immer eine Frage des Empfängers, wie er/sie etwas empfindet. Ja, die Botschaft hat natürlich ihren ganz eigenen Charakter, doch wird diese in der Wahrnehmung des Empfängers noch mal ganz individuell aufgenommen. Zwischen gefallen und nicht gefallen, oder Zustimmung und Ablehnung, gibt es ja auch noch eine Vielzahl an Abstufungen. Hören, oder lesen wir also zum Beispiel ein Statement, haben wir die Wahl es zu hinterfragen und uns zu informieren, bevor wir ein Urteil fällen. Sehen wir die Umstände des Statements, den Hintergrund, die Herkunft eines Statements und der Person, die etwas gesagt hat, steht das alles schon in einem anderen Licht. Wir haben ja auch immer die Möglichkeit in einen Dialog zu gehen, um herauszufinden, was uns noch nicht klar ist. Wir entscheiden selbst, wann wir uns ein Urteil erlauben. Wir tragen keine Verantwortung für das Statement, jedoch sehr wohl für unsere Reaktion darauf.

 

Sind wir also in der Lage unseren Weg zur Meinungsbildung zu steuern, haben wir schon Einfluss auf etwas, was schwer genug ist. Nicht zu urteilen, bevor wir nicht ausreichend Einblick und Zeit zur Reflektion hatten, um uns festzulegen. Auch im Affekt hat es sich bewährt, sich Zeit zu nehmen und eine schnelle Reaktion zu hinterfragen. Je emotionaler das Thema ist, desto gewissenhafter sollten wir reflektieren. Auch wenn uns unser Naturell sagt, eine schnelle Antwort oder Reaktion geben zu müssen. Dabei ist es besonders wichtig, das Ziel im Auge zu behalten. Welche Intention haben wir, wenn wir etwas sagen? Das ist eine Frage, mit der wir uns immer beschäftigen sollten, wenn wir in Kommunikation gehen. Je unterschiedlicher oder gegensätzlicher Standpunkte sein mögen, gegenseitiges Verständnis schaffen wir nur, wenn wir in der Kommunikation bleiben.

 

„In Bewegung ist das lenken leichter“

 

So lange wir aktiv in der Kommunikation bleiben, haben wir Möglichkeiten. Im Stillstand ist es schwer andere Blickwinkel zu bekommen. Haben wir erst mal die Kommunikation abgebrochen, bleibt es zumeist bei festgefahrenen Standpunkten. Während einer Unterhaltung kann sich unser Ziel auch ändern, eine ursprüngliche Intention wandeln. Wir haben jederzeit die Möglichkeit uns in jemanden hinein zu versetzen. Die Dinge mit seinen Augen zu sehen. Allein das schafft schon sehr viel Verständnis. Wir können bei Bedarf auch unser Gegenüber anregen, sich in unsere Lage zu versetzen. Den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt, je offener wir ein Gespräch, oder eine Diskussion führen. Lassen wir uns zu schnell zu einem Urteil verleiten und beharren darauf, nehmen wir uns auch selbst die Chance, etwas differenziert zu betrachten.

 

„ Hart in der Sache, weich zum Menschen“

 

Das klingt ziemlich schwierig, ist es aber nicht. Sobald wir Menschen und ihre Handlungen getrennt betrachten, ist es um ein vielfaches leichter, im Kontakt und in der Kommunikation zu bleiben. Nur weil jemand eine unpassende Äußerung tätigt, oder sich ungut verhält, ist er oder sie nicht per se schlecht. Das wäre eine starke Generalisierung. Ich bemühe mich, das in so vielen Kontexten, wie möglich zu beherzigen und es macht wirklich einen großen Unterschied. Wenn ich mich in meiner Kommunikation auf ein, in meinen Augen, Fehlverhalten von jemandem beziehe, ihn aber nicht als Person kritisiere, sprechen wir sofort über etwas ganz anderes. Die Handlung einer Person, aber nicht über die Person an sich. Das macht die Klärung einer solchen Situation um ein vielfaches leichter und konstruktiver. Es ist um Längen einfacher ein Verhalten zu korrigieren, als eine Person zu verändern. Richtig? Dann stellen wir auch nicht die ganze Person in Frage, sondern nur ihre Handlung. Unser Gegenüber hat dann viel größere Möglichkeiten darauf einzugehen und mit Sicherheit eine größere Motivation.

 

 

 

Im zweiten Teil gehe ich auf Formulierungen ein und wie sie den Verlauf eines Gesprächs steuern.


von DID62401 01 Okt, 2017

"Man muss den Dingen die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann, alles ist austragen – und dann gebären... Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch! Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos, still und weit... Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen, und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben, und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein."

Kitschler Coaching Blog

von DID62401 06 Nov, 2017
Kennen Sie das? Sie haben ein Bild vor Augen. Etwas, dass Sie sich wünschen und am liebsten sofort erreichen möchten. Es funkelt in den Augen, wenn Sie daran denken. Ein so toller Zustand, wenn wir nur schon so weit wären. Wir wären glücklich und manche Sorge hätte sich erledigt. Doch wenn wir dann darüber nachdenken, wie groß der Schritt dort hin ist, relativiert sich unser Enthusiasmus relativ schnell. Es fühlt sich dann an, als sollten wir aus dem Stand auf einen Doppeldecker-Bus springen. Unmöglich. Die Gedanken an das wo wir sind und das wo wir hin wollen rauben uns die Energie und wir resignieren. Und doch wäre es so toll und erfüllend, könnten wir das erreichen. Wie also kann das gelingen?

Schlaue Vergleiche gibt es genug. Vom Haus, das Ziegel für Ziegel aufgebaut wird. Vom Kind, das Schritt für Schritt gehen lernt. Von der ersten Fahrstunde bis heute, wo wir schon unterbewusst Fahrzeuge durch den Verkehr steuern. Doch genau darin liegt ganz viel Wahrheit. An die Fahrschule haben wohl fast alle noch gute Erinnerungen. Die erste Fahrstunde und die Nervosität mit der wir zum ersten mal hinter dem Steuer saßen. Von den ersten Bewegungen. Bremse treten, Kupplung durchtreten, Handbremse lösen, Gang einlegen, Blinker setzen, Innenspiegel, Außenspiegel, Schulterblick, Lenken, Gas geben, Bremse lösen und Kupplung kommen lassen. Und wie bei mir, ist bestimmt bei sehr vielen sofort der Motor abgestorben. Also wieder alles von vorne. Jeder einzelne Schritt ist anstrengend, braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Die Kombination mehrerer Schritte gleichzeitig erscheint noch vollkommen utopisch. Dann plötzlich rollt der Wagen ganz langsam los und wir fahren zum ersten mal. Jetzt sind wir damit beschäftigt, die Lenkeigenschaften des Fahrzeugs kennen zu lernen. Ganz viel Adrenalin schießt durch den Körper und wir sind kaum mehr in der Lage wahrzunehmen, was um uns herum passiert. So sehr sind wir darauf fokussiert, das Fahrzeug zu lenken und Gas und Bremse zu dosieren. Wir spüren noch nicht mal unseren Puls, der im Hochfrequenzbereich agiert. Erst wenn wir nach der ersten Fahrstunde aus dem Wagen steigen wird uns bewusst, wie groß die geistige und körperliche Anstrengung war. Wenn wir einen guten Fahrlehrer hatten, ist es ihm gelungen uns zu bestätigen und uns spüren zu lassen, dass die ersten Schritte wichtig sind, um die Komplexität zu erfassen. Wenn er richtig gut war, hat er uns motiviert, jetzt jeden Schritt einzeln und bewusst zu machen. So konnten wir uns dann an die Komplexität gewöhnen und sie ganz langsam in Automatismen zu verwandeln.

Und genau so ist es beim erreichen von Ergebnissen, die uns groß, komplex und nicht machbar erscheinen. Alles beginnt mit der Strukturierung. Wie im Beispiel, brauchen wir erst Kenntnis, was es alles braucht. Ich verwende für mich gerne Mind Mapping. Betrachten wir die ganze Karte, erscheint es komplex und sehr umfangreich. Betrachten wir einen einzelnen Strang, erkennen wir die einzelnen Unterpunkte, die den Strang zusammensetzen. Betrachten wir einen Unterpunkt, erkennen wir die einzelnen Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Wenn es uns gelingt, die einzelnen Aufgaben in kleine, überschau- und machbare Tätigkeiten zu zerlegen, erkennen wir die Details und Machbarkeit. Jeder kleine Aufgabe die wir erledigen, bringt uns dem übergeordneten Teil näher. Wenn wir die Teile erledigt haben, vervollkommnen wir den Strang. Erledigen wir so einen Strang nach dem anderen kommen wir dem Ergebnis immer näher. Wichtig ist, es so zu gestalten, dass wir den Fortschritt sichtbar machen. Erst dann gibt es uns die nötige Transparenz. Die Transparenz wird uns Motivation verschaffen, aus den Details immer mehr zum großen, ganzen zu kommen. Dabei ist es nicht immer wichtig eine Aufgabe nach der der anderen innerhalb eines Strangs zu erledigen. Wir können auch zwischen den Strängen springen, wenn das unserer Arbeitsweise eher entspricht. Nicht das Werkzeug bestimmt unsere Arbeitsweise, wir setzen das Werkzeug so ein, dass es uns optimal unterstützt. Erkennen wir Einzelheiten, die noch nicht in unserer Struktur enthalten sind, ergänzen wir diese einfach im gleichen Detailgrad. So gelangen wir Schritt für Schritt immer näher an das, was wir uns wünschen.

Ich beobachte mich während dieser Arbeit, in regelmäßigen Abständen. Wie steht es um meine Konstanz, Wie zielgerichtet arbeite ich, bekomme ich einzelne kleine Aufgaben erledigt? Das alles ist gut, um sich zur rechten zeit zu pushen, oder auch vom Gas zu gehen. Ich versuche achtsam und bewusst zu sein mit dem Prozess. So merke ich schnell, ob ich unter- oder überfordert bin. Ob mich die geschaffene Struktur unterstützt, oder ausbremst. Mit diesen Beobachtungen kann ich mich unterstützen und den Prozess optimieren. Wichtig ist die Motivation. Starten wir mit den Worten „Also versuche ich es eben mal“, ist zweifelhaft, ob wir nach den ersten Hürden und Rückschlägen wirklich weiter machen. Oder entscheiden wir uns für den Weg und gehen entschlossen voran, mit dem Vorsatz es zu schaffen. Es macht einen großen Unterschied, ob wir uns ganz darauf einlassen und uns auch von Unebenheiten nicht abbringen lassen, oder ob wir einen Versuch starten. Ein Versuch wird immer ein Versuch bleiben, ein Vorsatz wird Wirklichkeit, wenn wir die Überzeugung haben, den Weg zu gehen. Beobachtung ist wichtig für das Bewusstsein, dass wir es schaffen können. Sind die unterteilten Aufgabenpakete zu groß, dann werden sie uns vielleicht überfordern. Passiert das, unterteilen wir diese in einzelne Tätigkeiten. Und schon haben wir wieder eine Struktur geschaffen, die es uns einfacher macht. Mit jeder kleinen, erledigten Tätigkeit, vervollkommnen sich die Aufgaben. Mit zunehmender Zahl erledigter Aufgaben, vervollkommnen wir die Stränge. Mit jedem erledigten Strang kommen wir dem Gesamtergebnis näher, bis wir es schließlich erreicht haben.

Das was ich hier beschrieben habe, ist teil dessen, was ich meinen Klientinnen und Klienten während meiner Sitzungen mitgebe. Wo am Anfang noch wenig Motivation und Glaube ist, wächst mit jedem Schritt das Bewusstsein, auf dem Weg zu sein. Auf dem Weg zu sein heißt, in Bewegung zu sein. In Bewegung zu sein bringt uns den gewünschten Ergebnissen näher.

Gerne begleite ich auch Sie auf Ihrer Reise…..
von DID62401 09 Okt, 2017

Das ist eine recht einfache Formel, die im Alltag ziemlich automatisiert abläuft. Und doch haben wir bei entsprechender Selbstbeobachtung viele Chancen, auf diese Automatismen Einfluss zu nehmen. Sind wir also in der Lage, uns anzuschauen, was sich in unserer Gedankenwelt abspielt, können wir auch bewusst Änderungen vornehmen. Unsere Wahrnehmung ist stark geprägt von Erlebnissen, Erziehung und Sozialisierung. Sie ist, wie so vieles, ein Gewohnheitstier. Wenn wir uns den Verlauf ansehen, gibt es Möglichkeiten, etwas zu verändern. Um etwas an unserer Wahrnehmung zu verändern, brauchen wir neue Erfahrungen. Alles was wir gegen unsre Gewohnheit anders machen, verschafft uns neue Blickwinkel. Das kann sehr inspirierend sein, seine Wahrnehmungsorgane wieder zu öffnen und zu sensibilisieren. Alles was wir wahrnehmen und so aussprechen, wie wir es wahrgenommen haben, ist gesagt und kann nicht mehr revidiert werden. Dazu gibt es eine treffende Geschichte: Ein Lehrer forderte seine Schüler auf, für jede verletzende Äußerung, einen Nagel mit einem Hammer in eine Holzlatte zu schlagen. Immer wenn sich jemand für seine Äußerungen entschuldigt hat, konnte er den Nagel mit einer Zange wieder aus dem Holz ziehen. „Dann ist ja alles wieder gut“, sagten seine Schüler. Nein, sagte der Lehrer. Seht euch das Holz an, überall bleiben Spuren im Holz zurück, die sich nicht mehr reparieren lassen. Und genau so ist es.

 

„Alles was gesagt ist, hinterlässt Spuren“

 

Setzen wir also an dem Punkt an, an dem wir etwas wahrnehmen, noch bevor wir Worte daraus formen. Hier entscheiden wir selbst, was wir mit unserer Wahrnehmung anfangen. Sehen wir unsere Wahrnehmung als einzige Wahrheit an, oder hinterfragen wir das Erlebte. So wie „Ace of spades“ von Motörhead dem einen gefällt, dem anderen aber nicht, ist es immer eine Frage des Empfängers, wie er/sie etwas empfindet. Ja, die Botschaft hat natürlich ihren ganz eigenen Charakter, doch wird diese in der Wahrnehmung des Empfängers noch mal ganz individuell aufgenommen. Zwischen gefallen und nicht gefallen, oder Zustimmung und Ablehnung, gibt es ja auch noch eine Vielzahl an Abstufungen. Hören, oder lesen wir also zum Beispiel ein Statement, haben wir die Wahl es zu hinterfragen und uns zu informieren, bevor wir ein Urteil fällen. Sehen wir die Umstände des Statements, den Hintergrund, die Herkunft eines Statements und der Person, die etwas gesagt hat, steht das alles schon in einem anderen Licht. Wir haben ja auch immer die Möglichkeit in einen Dialog zu gehen, um herauszufinden, was uns noch nicht klar ist. Wir entscheiden selbst, wann wir uns ein Urteil erlauben. Wir tragen keine Verantwortung für das Statement, jedoch sehr wohl für unsere Reaktion darauf.

 

Sind wir also in der Lage unseren Weg zur Meinungsbildung zu steuern, haben wir schon Einfluss auf etwas, was schwer genug ist. Nicht zu urteilen, bevor wir nicht ausreichend Einblick und Zeit zur Reflektion hatten, um uns festzulegen. Auch im Affekt hat es sich bewährt, sich Zeit zu nehmen und eine schnelle Reaktion zu hinterfragen. Je emotionaler das Thema ist, desto gewissenhafter sollten wir reflektieren. Auch wenn uns unser Naturell sagt, eine schnelle Antwort oder Reaktion geben zu müssen. Dabei ist es besonders wichtig, das Ziel im Auge zu behalten. Welche Intention haben wir, wenn wir etwas sagen? Das ist eine Frage, mit der wir uns immer beschäftigen sollten, wenn wir in Kommunikation gehen. Je unterschiedlicher oder gegensätzlicher Standpunkte sein mögen, gegenseitiges Verständnis schaffen wir nur, wenn wir in der Kommunikation bleiben.

 

„In Bewegung ist das lenken leichter“

 

So lange wir aktiv in der Kommunikation bleiben, haben wir Möglichkeiten. Im Stillstand ist es schwer andere Blickwinkel zu bekommen. Haben wir erst mal die Kommunikation abgebrochen, bleibt es zumeist bei festgefahrenen Standpunkten. Während einer Unterhaltung kann sich unser Ziel auch ändern, eine ursprüngliche Intention wandeln. Wir haben jederzeit die Möglichkeit uns in jemanden hinein zu versetzen. Die Dinge mit seinen Augen zu sehen. Allein das schafft schon sehr viel Verständnis. Wir können bei Bedarf auch unser Gegenüber anregen, sich in unsere Lage zu versetzen. Den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt, je offener wir ein Gespräch, oder eine Diskussion führen. Lassen wir uns zu schnell zu einem Urteil verleiten und beharren darauf, nehmen wir uns auch selbst die Chance, etwas differenziert zu betrachten.

 

„ Hart in der Sache, weich zum Menschen“

 

Das klingt ziemlich schwierig, ist es aber nicht. Sobald wir Menschen und ihre Handlungen getrennt betrachten, ist es um ein vielfaches leichter, im Kontakt und in der Kommunikation zu bleiben. Nur weil jemand eine unpassende Äußerung tätigt, oder sich ungut verhält, ist er oder sie nicht per se schlecht. Das wäre eine starke Generalisierung. Ich bemühe mich, das in so vielen Kontexten, wie möglich zu beherzigen und es macht wirklich einen großen Unterschied. Wenn ich mich in meiner Kommunikation auf ein, in meinen Augen, Fehlverhalten von jemandem beziehe, ihn aber nicht als Person kritisiere, sprechen wir sofort über etwas ganz anderes. Die Handlung einer Person, aber nicht über die Person an sich. Das macht die Klärung einer solchen Situation um ein vielfaches leichter und konstruktiver. Es ist um Längen einfacher ein Verhalten zu korrigieren, als eine Person zu verändern. Richtig? Dann stellen wir auch nicht die ganze Person in Frage, sondern nur ihre Handlung. Unser Gegenüber hat dann viel größere Möglichkeiten darauf einzugehen und mit Sicherheit eine größere Motivation.

 

 

 

Im zweiten Teil gehe ich auf Formulierungen ein und wie sie den Verlauf eines Gesprächs steuern.


von DID62401 01 Okt, 2017

"Man muss den Dingen die eigene, stille ungestörte Entwicklung lassen, die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann, alles ist austragen – und dann gebären... Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch! Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos, still und weit... Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen, und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben, wie verschlossene Stuben, und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein."

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